Welche Aufstellungsarten gibt es?

Familienaufstellungen

  • Belastetes Verhältnis zu den Eltern
  • Probleme mit Geschwistern
  • Schwierigkeiten in der Erziehung
  • Fehlende Akzeptanz in der Familie
  • Sich ausgestossen fühlen
  • Seinen Platz in der Familie und im Leben nicht finden

Traumaaufstellungen

  • Traumatisierte Anteile wieder integrieren
  • Aussöhnung mit dem Inneren Kind

Symptomaufstellungen

  • Körperliche Beschwerden, Symptome, Krankheiten
  • Seelische Belastung wie z.B. Depression, Angst, innere Unruhe etc.
  • Psychosomatische Beschwerden

Ich-Selbst - Aufstellungen

  • Kontakt zum eigenen Selbst vertiefen
  • die eigene Mitte finden und spüren

Beziehungsaufstellungen

  • Probleme in der aktuellen Partnerschaft
  • Klärung vergangener Partnerschaften und
  • Verabschiedung von früheren Partnern

Berufsaufstellungen

  • Ordnung in Firmenstrukturen bringen
  • Konflikte im Beruf mit Chef/Kollegen
  • Scheitern oder Unzufriedenheit
  • Mobbing

 

 

Systemisches Familienstellen

Das System Familie

Denkt man an seine Familie, stellen sich oft sehr unterschiedliche Gefühle ein. Für einige ist Familie mit Liebe, Nähe, Geborgenheit und Unterstützung verbunden, für andere hingegen mit Wut, Enttäuschung und Schmerz.

Die Familie, in die wir hineingeboren werden, beeinflusst unser Leben. Wie weit dieser Einfluss tatsächlich reicht und welche Bereiche unseres Lebens davon betroffen sind, ist uns kaum bewusst. Wir sind mit unserer Familie nicht nur tief verbunden, sondern oftmals auch mit den Schicksalen einzelner Familienmitglieder im Unguten verstrickt.

Wir nehmen diese Verstrickungen meist als sich wiederholende Lebens- und Verhaltensmuster wahr. Diese äußern sich als uns belastende Gefühle und Verhaltensweisen, die uns entgegen unserem Willen und Verstand an einem glücklichen und erfüllten Leben hindern. Was uns da blockiert, ist oft die Macht des Systems.

Beim systemischem Familienstellen wird die Familie als ein System betrachtet. Das Familiensystem folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten und beeinflusst uns.

Gab es in der Familiengeschichte dramatische Ereignisse oder Schicksale, nicht geachtete oder ausgestoßene Personen, Geheimnisse oder ist etwas Schlimmes geschehen, so wirken diese Geschehnisse über Generationen hinweg nach.

Dadurch ist die Ordnung im Familiensystem gestört und nachfolgende Familienmitglieder leider zum Ausgleich in ihrem gegenwärtigen Leben – scheinbar ohne Grund. Die hier wirkende Bindungskraft ist Liebe und der Wunsch nach Zugehörigkeit zum System.

Die Macht des Systems bringt uns u.U. dazu, Gefühle zu haben, die nicht unsere eigenen sind, fremde Schicksale nachzuleben oder aus Liebe und Treue zu einem Familienmitglied auf unser eigenes Glück zu verzichten. Solange wir uns dessen nicht bewusst sind, können wir nichts dagegen tun.

Solche Verstrickungen können sich z.B. in körperlichen, psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen, in Ängsten, Süchten, partnerschaftlichen Problemen, beruflichen und finanziellen Schwierigkeiten, Misserfolgen und anderen Symptomen äußern.

 

Systemische Aufstellungen...

ermöglichen es, diese unbewussten Hintergründe und Ursachen des gegenwärtigen Lebensthemas aufzudecken und bewusst zu machen.

Unsichtbare Bindungen und schicksalhafte Verstrickungen werden nachvollziehbar, Lösungen und nachhaltige Veränderungen werden möglich.

Aufstellungen sind ein machtvolles Instrument für die eigene Entwicklung. Sie bereichern, vertiefen und erweitern unsere Sicht- und Lebensweise.

Verloren geglaubte Handlungsfähigkeit kann zurück gewonnen, scheinbar unlösbare Schwierigkeiten bewältigt und dauerhafte Konflikte zwischen Familienmitgliedern beigelegt werden. 

Der Schritt in ein freies und erfülltes Leben wird möglich.

 

Ablauf einer Aufstellung

In einem Vorgespräch unter vier Augen hat der Klient in Ruhe die Möglichkeit dem Leiter das Thema was ihn belastet und seine Beschwerden zu schildern. Dann beleuchtet man gemeinsam die familiäre Situation und Hintergründe, wobei ein besonderes Augenmerk auf die persönlichen - möglicherweise traumatischen - Erlebnisse der Kindheit und Jugend gelegt wird und darauf, ob es in der Familiengeschichte dramatische Ereignisse oder Schicksale, nicht geachtete oder ausgestoßene Personen, Geheimnisse, schon früh Verstorbene oder Unfälle gegeben hat.

Im Seminar wählt der Klient aus dem Kreis der Seminarteilnehmer Stellvertreter für sich selbst, für die am Problem beteiligten Personen, Symptome, Gefühle oder andere relevante Aspekte der Fragestellung aus. Diese stellt er nach seinem "inneren Bild" in ihrer Beziehung zueinander im Raum auf.

Obwohl sie die Personen für die sie stehen gar nicht kennen, spüren die Stellvertreter sehr präzise die Belastungen, Blockaden und Symptome der Personen die sie repräsentieren. Sie spüren welche Gefühle die einzelnen Personen haben und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Es ist für den Aufstellenden und alle Beteiligten beeindruckend und zumeist tief bewegend, wie konkret die Gefühle der Stellvertreter die Dynamik des Familiensystems widerspiegeln. Dies wird möglich durch das Phänomen des morphogentischen Feldes.

Durch die Empfindungen der Stellvertreter wird die unbewusste Dynamik und die dem Thema, Problem oder einer Krankheit zugrundeliegende Ursache sichtbar. Die meist unbewussten Lebenspläne, Seelenbewegungen und wirksamen Gesetzmäßigkeiten werden mit einer großen Klarheit sichtbar, fühlbar, erlebbar und somit heilbar.

Durch die Eigendynamik der Stellvertreter und mögliche Lösungsimpulse verwandelt sich die blinde Verstrickung oder Belastung und der Klient verinnerlicht dieses Lösungsbild und diese neue befreiende Energie als sein neues "inneres Bild".

"Heilung" geschieht in dieser Vorgehensweise durch das sehr intensive Erleben - nicht so sehr durch Analysieren und rationales Verstehen.

Als Beisitzer und ggf auch Stellvertreter bekommt man die Möglichkeit einen Einblick in die Wirkungsweise von Aufstellungen zu erhalten. Dabei steht es jedem Teilnehmer frei sich auf eine Stellvertretung einzulassen oder einfach im Außen dem Geschehen beizuwohnen.

Auf diese Weise nimmt man auch ohne eigene Aufstellung, allein durch das Miterleben und Teilhaben an den Schicksalen und Prozessen der Anderen, viel für sich selbst und die eigenen inneren Prozesse mit, was zur inneren Heilung führen kann.